von B. Ahrens
Til Schweiger schmeichelte ihm: Du hast eine tolle Fresse." Und die hält er hin auch wenn's mal was drauf gibt. Als Boxerlegende in Die Bubi Scholz Story erspielte sich Benno Fürmann den Deutschen Filmpreis - und die Freiheit, sich seine Rollt künftig aussuchen zu dürfen. Wie die des Medizinstudenten im Horror-Thriller ,,Anatomie".
Wollten Sie schon Immer Schauspieler werden?
Als Kind nicht. da bin ich mit dem Federbal schläger zu Rockmusik durchs Wohnzimmer gehottet. Aber für einen Rockstar bin ich nicht gebaut. Später beim Schultheater sprang dann der Funke über - obwohl ich meinen Text vergaß.
Für ,,Die Bubi Scholz Story" bekamen Sie den Deutschen Filmpreis. Ihre wichtigste Rolle?
Ich
wusste, dass noch andere für die Rolle gecastet wurden.
Nachdem
ich die Drehbücher an einem Tag verschlungen hatte, war mir klar:
Ich muss die Rolle haben.
Seitdem sind Sie ein Star. Besteht da nicht die Gefahr, die Bodenhaftung zu verliemn?
Für jeden ist sein Job der normalste der Welt, für einen Schauspieler wie für einen Leichenwäscher. Ich weiß schon noch, wie ich heiße und wo ich den Schlüssel reinstecken muss.
Haben Sie Ziele im neuen Jahrtausend?
Nein. Das habe ich gerade bei dem ganzen Millennium-Gerede gemerkt, wo alle Welt Vorsätze fürs nächste Jahr fasst. Die habe ich gar nicht Ich habe noch nicht mal konkrete Projekte für dieses Jahr zugesagt.
Sie nehmen sich regelmäßig Ihm Auszeiten, reisen oft monatelang allein durch die Welt. Warum?
Beim Drehen
ist alles geplant - auf Reisen genieße ich es, morgens noch nicht
zu wissen, wo ich abends schlafen werde. Diesen Gegensatz brauche ich.
Deshalb reise ich allein - da kann ich ganz egoistisch über meine
Zeit bestimmen.
Keine Lust aufs Famillenleben?
Ich will
unbedingt Kinder haben, aber wann - keine Ahnung. Das Leben ist radikal.
Vielleicht heirate ich ja in vier Wochen.