Benno
Fürmann im Film.de-Interview
"Image
ist immer was die anderen in einem sehen"
Benno Fürmann:
"Christiane? Hast Du ´ne Zigarette? - Ich hätt jetzt gern ´ne
Zigarette"
Christiane Paul: "Ja,
Benjamin. Hättest Du sie gerne mit Feuer?"
Benno Fürmann:
"Das wäre mal nett. - Ist nicht immer so."
Christiane Paul gibt ihm eine angezündete Zigarette und bekommt dafür einen Schmatz. Benno Fürmann, bekannt aus "Die Bubi Scholz Story" und "Anatomie", stand Film.de im Rahmen des Münchener Filmfestes 2000, auf dem sein neuer Film "Freunde" gezeigt wurde, für ein Interview zur Verfügung
Film.de: Was hat Sie an der Rolle des Nils in "Freunde" gereizt?
Benno Fürmann: Daß er so zwiespältig zwischen zwei Welten steht, zwischen der Vergangenheit und seinem Leben als Polizist. Er muß sich zwischen der Freundschaft und seinem Job entscheiden und steht immer auf der Kippe. Das fand ich sehr interessant.
Film.de: Haben Sie selbst Freunde, die sie schon seit Ihrer Kindheit kennen?
Benno Fürmann: Ich habe sehr gute Freunde. Nicht seit der Grundschule, da sind wir viel rumgezogen. Aber richtig gute Freunde.
Film.de: Sie haben gestern "Freunde" auf dem Filmfest gesehen. War es das erste Mal mit Publikum?
Benno Fürmann: Nein, wir hatten eine kleine Team-Vorführung in Berlin, die dann doch größer geworden ist. Es waren Freunde da, und es war doch ein richtiges Publikum. Gestern war ich sehr zufrieden, mit den Reaktionen und allem. Mal sehen, wie es mit dem Film weitergeht.
Film.de: Sehen Sie sich außer "Freunde" noch andere Filme auf dem Filmfest an?
Benno Fürmann: Ich bin zwar noch bis morgen Mittag in München, werde aber heute Abend keine Filme sehen, sondern Fußball, Portugal gegen Frankreich.
Film.de: Für wen sind Sie?
Benno Fürmann: Portugal.
Film.de: Welcher Film, den Sie bisher gesehen haben, hat Sie beeindruckt oder beeinflußt?
Benno Fürmann:
Hm. Das gibt es viele Filme. "Der Pate" ist sicher einer ... oder "Hundtage"
...
"Freunde" (grinst)...
Film.de: Haben Sie Vorbilder?
Benno Fürmann: Keine richtigen Vorbilder, denn das sind andere Menschen. Ich mache mein Ding, die machen ihrs. Aber ich sehe gerne, wie Schauspieler nur durch ihre Anwesenheit die Luft füllen, wie Marlon Brando. Oder Klaus Maria Brandauer, den hab ich letztens gesehen.
Film.de: Mit wem würden Sie gerne einen Film drehen, wenn Sie die Möglichkeit hätten?
Benno Fürmann: Es kommt immer auf das Drehbuch an und wie alles zusammen paßt. Die Darsteller, der Regisseur und natürlich das Drehbuch. Aber mit Marlon Brando zu drehen, wäre schon was ... Großes.
Film.de: Gefällt Ihnen Ihr Image als Frauenschwarm oder stört es Sie eher?
Benno Fürmann: Ein Image ist immer was, was die anderen in einem sehen. Ich stehe jetzt nicht jeden Morgen auf, schaue eine halbe Stunde in den Spiegel und denke, wie sexy ich doch bin. Es stört mich nicht, wenn mich andere als Frauenschwarm sehen. Lieber sie stecken mich in diese Schublade, als sie halten mich für einen langweiligen, verklemmten, nichtssagenden Typen.
Film.de: Worum geht es in Ihrem neuen Film "Der Krieger und die Kaiserin"?
Benno Fürmann: Um eine Liebesbeziehung. Zwei Menschen, die sich immer wieder treffen und die das Schicksal verbindet, aber sie interpretieren die Situation unterschiedlich. Ich mag den Film. Es ist ein sehr schöner Film, den ich gerne gemacht habe.
Film.de: Wie sehen die weiteren Pläne für die Zukunft aus?
Benno Fürmann: Ich werde dieses Jahr eher wenig machen, das letzte Jahr war sehr voll. Ich weiß, was ich die nächsten vier Wochen mache und wo ich bin. Ansonsten genieße ich den Tag, wie er kommt.
Film.de: Ihr Kommentar an die Film.de-User?
Benno Fürmann: Liebe, liebe, liebe, liebe Film.de-User, seht Euch den Film "Freunde" an! Ich weiß noch nicht, ob er im Kino oder Fernsehen kommt oder wann oder überhaupt, aber haltet die Augen offen!
Film.de: Wir
bedanken uns für das Interview und wünschen viel Erfolg für
den Film.