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"Bei meinen Rollen muss ich das innere Feuer spüren können"
 
 
 

Benno Fürmann spielt in "Der Krieger + die Kaiserin" den Ex-Soldaten Bodo. Der KURIER sprach mit ihm.


 


Regisseur Tom Tykwer sagt: "Benno hat unheimlich viel von sich in die Rolle des Bodo gegeben!" - Stimmt das?

Ja klar. Ich übernehme nur Rollen, deren inneres Feuer ich spüre. Aber: Ich bin Benno und nicht Bodo. Doch ich verstehe ihn gut.

In welchem Punkt?

Ich verstehe seine Einsamkeit, dieses Gefühl, dass seine Musik eine andere ist als die, zu der der Rest der Welt tanzt. Mitunter war das auch schmerzhaft für mich. Ich spiele ja nicht nur mit dem Kopf, sondern genauso mit dem Bauch und dem Herzen. Nur so komme ich an meine Grenzen, und kann mich manchmal sogar selbst überraschen. Und genau das will ich.

Tanzen Sie gern gegen den Rest der Welt?

Insofern, dass ich versuche, gegen Klischees anzugehen, mich zum Beispiel nicht auf einen Typ festlegen zu lassen. Du spielst dreimal den Bösen, und schon denken alle, so bist Du. Dagegen gehe ich an, versuche, alle Farben zu zeigen, die ich zu bieten habe.

Wie charakterisieren Sie sich selbst?

Sensibel, mit 'ner Menge Instinkt, intensiv, leidenschaftlich. Das teile ich mit Tom Tykwer. Deshalb war die Arbeit mit ihm auch so wunderbar für mich.

Artikel vom 12. Oktober 2000

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